Theater im Magen
Nicht die Erzahlung stellt den Hauptauftrag dieses - frappierenden und zugleich faszinierenden - Werkes dar, sondern die verbluffende Beweglichkeit seiner poetischen Sprache. Beschworend und verheerend, unkonventionell und stellenweise brillant, zweifellos einzigartig, so unwahrscheinlich dies auch sein mag angesichts der Vielzahl junger Stimmen mit ahnlichem Bestreben, gibt sie durch ihre Kraft die unaussprechbaren Zustande existenzieller Angst wieder. Ja, die Beklemmung ist wohl der Schlussel-begriff, der bei der Lekture uberzeugt - wie in den Tagebuchern von S. Kierkegaard, dem ewig nach Erlosung suchenden Danen - und dazu fuhrt, dass man das Buch bis zum Ende nicht aus der Hand legen mochte, da man dort Teile des eigenen Ichs findet, die so prazise beschrieben werden, wie man es selbst wohl kaum vermag. Ein aufleuchtender, ein-drucklicher Debutroman, an dem man nicht vorbeigehen sollte
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